Von der Praktikantin zur Projektleiterin – wie ich meinen Weg gefunden habe

2021 sass ich zum ersten Mal als Praktikantin an meinem Schreibtisch bei xappido. Mit einem Notizbuch voller Fragen und dem festen Vorsatz, möglichst nicht zu viel falsch zu machen. Ich erinnere mich noch gut an meine erste kleine Präsentation vor dem ganzen Team. Ich war so nervös, dass ich am liebsten unsichtbar gewesen wäre. Heute bin ich Projektleiterin. Und nein, es gab keinen grossen Masterplan. Eher viel Neugier, ein paar Herausforderungen und die Erkenntnis, dass Verantwortung nichts ist, worauf man sich je ganz «fertig» vorbereitet fühlt.

Zwischen Kunde und Team – die Kunst der Übersetzung

Als Projektleiterin stehst du ziemlich schnell zwischen zwei Welten. Der Kunde möchte Ergebnisse, das Entwicklungsteam braucht Zeit und Klarheit. Am Anfang habe ich versucht, es allen recht zu machen. Das geht nicht lange gut. Was funktioniert, ist Transparenz. Wenn ich dem Kunden ehrlich erkläre, warum etwas länger dauert, und dem Team aufzeige, warum ein bestimmtes Feature geschäftskritisch ist, entsteht Verständnis. Meine Rolle ist weniger Vermittlerin und mehr Übersetzerin. Ich sorge dafür, dass beide Seiten die gleiche Sprache sprechen.

Wenn der Plan nicht aufgeht

Kurz vor der Deadline meldet sich ein Entwickler krank. Solche Situationen gehören dazu. In dem Moment hilft vor allem eines: ruhig bleiben und strukturiert vorgehen. Was ist wirklich kritisch? Kann jemand im Team übernehmen? Und dann frühzeitig den Kunden informieren. Und das nicht mit einem Problem, sondern mit einem Lösungsvorschlag. Ich habe gelernt, dass Kunden mit Verzögerungen umgehen können. Was sie nicht mögen, ist am Tag der Deadline davon überrascht zu werden.

Kopf aus, Feierabend an

Manchmal laufen die Gedanken an die Arbeit abends einfach noch mit. Das gibt es auch heute noch ab und zu. Aber ich habe gemerkt, dass Erholung genauso Struktur wie der Arbeitstag braucht. Bei mir sind es vor allem zwei Dinge, die den Kopf zuverlässig auf Feierabend schalten. Tischtennis – fest eingeplant, jede Woche. Am Tisch gibt es keine Deadlines, nur den nächsten Ball. Und zuhause warten meine Büsi Mogli und Balou, denen es ziemlich egal ist, ob ein Sprint gut gelaufen ist oder nicht. Die wollen Aufmerksamkeit, und zwar jetzt. Ein besseres Abschalt-Programm gibt es nicht.

Was ich mitnehme

Man muss nicht alles wissen, um Verantwortung zu übernehmen. Man muss bereit sein zu lernen und ehrlich genug, zuzugeben, wenn man etwas nicht weiss. Der Weg von der Praktikantin zur Projektleiterin war kein gerader, aber genau das hat ihn spannend gemacht.

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Lea Peier
Project Management & Requirements Engineering
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